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 Das Bootshaus

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BeitragThema: Das Bootshaus   Mo Mai 25, 2015 12:38 am

Das Bootshaus befindet sich am Ufer des Großen Sees auf den Ländereien von Hogwarts. Wie der Name bereits vermuten lässt, dient es als Anlegestelle für Boote.
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Edelmann
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BeitragThema: Re: Das Bootshaus   Sa Jun 10, 2017 3:18 am


"Family over all, Family for ever"
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Rebekah, Niklaus, Miley
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Seine Fingerkuppen strichen über das kratzige Holz. Jeder riss im Geländer war zu spüren und das Alter des Holzes war ihm anzumerken. Was es schon alles durchgemacht hat, Schneestürme, Regenperioden, Perioden mit vollkommener Trockenheit und dann auch noch Magie. Die Magie an dieses Ort war selbst im Holz zu spüren. Es leitet so eine Art kribbeliges Gefühl von den Fingerspitzen in die Haut, änderte sich im Körper in ein angenehmes, warmes Gefühl. Eine leichte Andeutung, durch das geringe Hochziehen der Mundwinkel, verriet ein Grinsen auf seinem kantigen Gesicht. Ein entspanntes, erinnernd an frühere Zeiten grinsen war es und die Erinnerungen, die Momente die an diesem Ort verbracht wurden tauchten vor seinem inneren Auge auf. Gab ihm Glücksgefühle und veranlassten ihn dazu kurz innezuhalten und dem Haus einen tiefgründigen Blick zu widmen. Es war schon sehr alt, das Holz knackste aufgrund des leichten Windes und die vom See in Schwung gesetzten Wellen schaukelten das kleine Holzboot sanft hin und her. Die Luft war frischer als sonst irgendwo in Hogwarts aufgrund des Wassers. Das hier war ein Ort der Entspannung, ein Ort der zum nachdenken anregte da hier kaum jemand vor bei kam und kaum irgendwelche Laute die Stille durchbrachen und störten. Das einzige Geräusch war das knacksen und die anschlagenden Wellen. Es fühlte sich alles so vertraut an, wirkte einladend auf seine eigene sehr spezielle Art. Auf den ersten Blick war es vielleicht abschreckend weil es so ruhig war und eventuell konnte man sogar sagen das es ein wenig gespenstisch war. Aber das machte ihm nichts. Für ihn war das ein Rückzugsort. Ein Ort an dem er abschalten konnte oder seinen Gedanken freien lauf lassen konnte ohne gestört zu werden und genau das schätzte er an diesem Ort, deswegen kam er so oft sehr gern hier her. Er liebte alte Gebäude allgemein, er schätzte die Geschichte dahinter und liebte die noch zu spürende Energie des Ortes. Der Fantasie waren hier keine Grenzen gesetzt im Gegenteil, sie wurde durch den Blick, der sich aus dem Bootshaus Richtung See ergab, sogar noch angetrieben und verleitete einen dazu zu träumen. Seinen Träumen freien Lauf zu gewährend, ihnen zu gewähren sich auszubreiten, selbstständig ohne Eingrenzung weiterzubilden und etwas zu entfachen was man Lebensziel nennen konnte. Hier war ein Ort geschaffen der Lebensziele aufbaute, der die Hoffnung aufbaute. Auch wenn der Ort von außen so finster wirkte war er doch irgendwie magisch anziehend. Er trat über das knarzende Holz zum Ende des Steges, den Blick auf die Aussicht gerichtet. Riesengroß und mit einem Gefühl der Unantastbarkeit breitete er sich vor einem aus. Die Tiefe des Sees war nicht ergründbar und verschluckte alles ein paar Meter unterhalb der Oberfläche in einem sagenumwogenden Schwarzen Loch der Verlorenheit. So unruhig wie die See war verbreitete sie dennoch ein Gefühl der Ruhe und tiefen Entspannung in einem Menschen. Den die weite Ferne, in die man ohne große Mühen sehen konnte, zeigte die Berge. Riesengroße mit weißen Schneespitzen bedeckte Berge. Dahinter ? Konnte man nicht erkennen. In der Ferne gab es Berge und Himmel. Dazwischen exestierte nichts was die beiden voneinander trennen konnte. Rechts am Rande erkannte man die Türme der Schule. Große altbaugebaute Türe mit spitz zulaufenden Zylindertürme die einen Eindruck der Kraft und unverbrauchten Schönheit darstellten. Das Gelände von Hogwarts war schön. Es war stetig ausgeglichen und zeigte eine wunderbar ausgeglichene Natur. Eine Natur in der jedes Lebewesen respektiert wurde. So zumindest dem Anschein nach. Die Fassade die dieser Blick bot war nicht einmal angebröckelt durch die jüngsten Ereignisse und es schien als würde dieses Fassade erst zu brechen beginnen wenn einer der Türme von Hogwarts an Glanz verlor und zerstört werden würde. Selbst wenn an der Seite des Sees alles abgebrannt sein würde, hätte dieser Ort, diese Landschaft ihre wunderbare Ausstrahlung nicht verloren haben sondern würde in noch stärkerem Glanz wieder auferstehen und all die Hoffnung erneut mit sich bringen. Unzerstörbar war die Magie hier an diesem ort, dieser Landschaft und für die Gefühle die er hier hatte liebte er diesen Ort. Das Bootshaus, die Geburtsstunde der Träume, ein Ort der wundervollen ungerührten Natur, ein Ort der Wiederauferstehung von gefallenen Kriegern. Selbst jetzt im Winter wo am Rande des Sees alles weiß und farblos erstrahlte, glitzerte der See in weißlichem Licht.

Elijah Mikaelson fuhr sich mit der Hand durch sein kurzes, durch die Helligkeit des herumliegenden Schnees und der dadurch erhellten Atmosphäre, fast schwarz aussehendes Haar und in seinen trauen, edlen, braunen Augen spiegelte sich der See in seiner ganzen Pracht. Er atmete die verbrauchte Luft in seinen Lungen aus und bildete damit eine kleine Nebelschwade, eine fast durchsichtige Ansammlung an warmer Luft welche in Richtung Himmel aufstieg. Nur einen kurzen Moment war sie zusehen ehe die kalte Luft die Warme zertrennte und verschwinden lies. Die angehobenen Mundwinkel waren wieder an ihrem rechtmäßigem Platz gerückt und verliehen dem Gesicht des jungen Mannes eine nachdenkliche Mimik. Der Rücken war durchgedrückt, und die Schultern zurück gelegt, die Haltung war aufrecht, stolz, wie ein Löwe. Elegant war der Anzug den er trug. Schwarz, wie die Nacht, mit schneeweißem Kragen des Hemdes welches er unter dem Sakko trug verlieh es seinem Auftreten einen anmutigen und bedachten Ausdruck. Elijah war ein Mann von Ehre und das sah man in jeder Faser seines Körpers. Wie er sich bewegte, jeder Schritt in Richtung des Balkens der den überdachten Teil des Steges  markierte, war selbstsicher gewählt und ließ keinen Zweifel aufbringen das der nicht der mutige, treue und kluge Mann war der er vorgab zu sein. Wie er so da stand, sich an den Balken anlehnte und den Blick weiterhin nicht von dem Ausblick weg nahm, konnte man meinen er habe keine Probleme. Würde seit Jahren ein Leben in einem guten Elternhaus verbringen. Wäre noch nie mit Problemen konfrontiert worden oder hätte je eine stressige Situation erlebt. Denn seine Aura strahle Ruhe aus, tiefenentspannte Ruhe. Ein Gefühl das selbst den Puls eines aufgebrachten Rehes heruntertreiben hätte können. Dazu das gute Aussehen, er war nahezu perfekt. Aber wär diesen Mann auch nur ein wenig kannte, wer seine Geschwister kannte, oder die hinter dem freundlichen Gesicht wartende Vergangenheit kannte, der wusste das Elijah seine Gründe hatte so nach außen zu wirken, oder so geworden zu sein. Seine Geschwister, beide zwei wundervolle Menschen, jeder auf seine eigene Art trieben den Zauberer Tag für Tag in den Wahnsinn und wenn sie es mal nicht taten war klar das bald etwas großes stattfinden würde. Ein größerer Streit und die Differenzen zwischen den Mikaelsons gingen nicht immer gut aus, selten so das jemand von ihnen verletzt wurde, zumindest körperlich nicht.
Seine Schwester Rebekah, eine wunderschöne Frau nebenbei bemerkt, ging nicht auf diese verletzende Ebene, sie ging oberflächlich auf einen los. Doch sein Bruder Niklaus, der kannte keine Grenzen und riskierte es auch mal in die persönliche Ebene zu gehen und die Menschen zu verletzen die ihm nahe standen. Sie beide waren wundervolle Personen an sich, beide einen kleinen Knacks in der Psyche, aber dennoch mit der Treue zur Familie stehen wundervolle Menschen die Elijah nie in seinem Leben missen wollen würde. Niklaus war eher der Probleme macher, Rebekah war die hoffnungsvolle und zugleich tieftrauernde Person, und Elijah, er war irgendwie zum Mittelstück der beiden geworden. Er war eine Person geworden die die Verantwortung über die beiden in der Hand hielt. Der große Bruder der stetig alle zu beschützen versuchte, der mit Leib und Seele an der Familie hing und fest daran hoffte das alles noch zu einem guten Ende kommen würde. Das Niklaus endlich seinen tiefen Hass im Herzen überwinden konnte, das Rebekah endlich jemanden finden konnte den sie liebte, der sie liebte damit sie ein glückliches Leben finden konnte. Und das er, der für seine Geschwister nur das beste wollte, diese endlich guten Gewissens für sich alleine gehen lassen konnte ohne in der Angst leben zu müssen sie würden sich selbst zerstören. Sie waren keine depressive Familie, sie waren einfach nur sehr speziell, anstrengen jeder auf seine Art, aber schwierig zu verstehende Familie. Wer nicht wusste was damals alles passiert war konnte die Beziehung der dreien und deren Verhaltensmuster nicht verstehen. Elijah war derjenige der leicht verträglich war, seine Schwester war sehr wählerisch aber sein Bruder, der war stets der schwierigste gewesen. Er ließ selten jemand an sich ran, machte sich eher Feinde als Freunde und verschloss sich eigentlich vor gut allen. Das was diesen armen Jungen quälte war die Angst in ihm. Die Angst die schon damals besitz von ihm ergriff und nun langsam sein Herz zu zernagen anfing. Elijah schüttelte leicht den Kopf. Er wollte so gern daran glauben das sein Bruder jemand finden würde, jemand dem er sich öffnen konnte, aber jeder Tag der verging, nagte an dieser Hoffnung und fing an diese zu zerstören. Er wusste seine Hoffnung würde ewig weiter währen, doch sie würde zerfallen und Zweifel aufbringen, würde ihn an Niklaus zweifeln lassen. Aber er würde nie das verlieren war er in Niklaus sah, er sah das gute in seinem Bruder. Er sah einen unschuldigen Jungen der sich tief zugemauert hatte und nur darauf wartet gefunden zu werden.

Elijah lehnte den Kopf an den Holzbalken und schloss die Augen, die Arme verschränkt vor der Brust. Niklaus, mein lieber Bruder, ich glaube an dich, weiterhin, egal was auch passiert. Du wirst dein Glück finden. Das weiß ich. Sein Bruder hatte es noch nie einfach gehabt. Er war der "Bastard" der Familie. Er hatte einen anderen Vater, das war der einzige Unterschied, doch das wurde ihm zum Verhängnis. Das war der Grund warum Elijahs und Rebekahs Vater sie jagte. Weil er dieses Sohn, dieses "Monster" in seinen Augen nicht als Sohn akzeptieren konnte. Er hatte diesen Sohn aufgezogen in der Annahme es wäre sein Fleisch und Blut, und die Erkenntnis das es das nicht war, zerstörte die Harmonie der Familie, gab den Startschuss zur Jagd. Er machte Niklaus das Leben zur Hölle, zerstörte dessen Selbstbewusstsein und machte ihm zu einem emotionalen Wrack. Eine einzig gefühlslose Hülle die einzig und allein ihren Sinn darin fand andere schlecht zu machen und sich somit diese Autorität, dieses Respekt verschaffte den er als Kind nie bekommen hatte. Es war seine Macke die ihn verändert hatte, die andere Menschen von ihm auf Abstand hielt. Er war ein schwieriger Charakter mit tiefen Narben die anscheinend nie zuwachsen werden, aber auch hatte er seine Verbundenheit zu seinen zwei Geschwistern nie ganz untergraben. Ein wenig Menschlichkeit steckte sogar in diesem dem Anschein nach emotionalen Wrack. Und dieses Fünkchen Menschlichkeit war es welches ihn nicht in ein komplettes Monster verwandelte. Hätte er diese Menschlichkeit nicht irgendwo in seinem Herzen, wäre Niklaus zu Dingen fähig die tödlich sein konnten. Für jeden. Würde er außer Kontrolle geraten, gäbe es für seine Schwester Rebekah und ihn keine Möglichkeit diese unkontrollierte Wut zurück zu halten und die einzige Möglichkeit ihn dann noch zu stoppen war ihn umzubringen. So hart das auch klang war das die einzige Möglichkeit, und das war diese Furcht die an Elijahs Zuversicht nagte. Er wollte, er könnte seinen Bruder nie etwas antun, würde es um Rebekahs Leben gehen wäre das vielleicht etwas anderes, aber wenn man sie mal außen vorließ gab es nichts was Elijah tun würde. Er würde nichts tun womit er Niklaus verletzen konnte. Sie haben sich damals als die Jagd auf Niklaus begann, geschworen das Familie über alles ging, und das Familie für immer zusammen halten würde. Daran hielt der junge Mann fest, auch wenn es manchmal noch so aussichtslos erschien.

Die Augen des Zauberers wanderten zu den Wellen und erinnerten ihn an seine kleine Schwester. Rebekah, geliebte Schwester, du hast dieses Leben nicht verdient, für dich wünsche ich mir das beste, du warst so unverdorben und Niklaus hat dir die Freude genommen.  Er beschuldigte seinen Bruder nicht das dieser Einfluss auf Rebekahs Charakter eingenommen hatte und sie nach seinen maßen beeinflusst hatte. Sein Bruder war einfach so und das konnte er ihm nicht übel nehmen. Rebekah war die Person die nichts mit dem allen zu tun hätte haben sollen. Sie sollte ihr eigenes Leben leben. Sie sollte glücklich sein, stattdessen stecke sie hier mit ihm und Niklaus in einem Boot und musste die Launen dessen immer ertragen. Sie war auch diejenige die immer hinter den zwei Brüdern aufräumte und quasi irgendwo der Laufbursche war. Sie tat das, wenn auch mit widerwilliger Laune, größtenteils wegen Elijah weil sie nicht verstehen konnte wieso er immer noch an das gute in Niklaus glaubte. Sie hatte ihren Bruder aufgegeben und das konnte Elijah ihr zum besten Willen nicht verübeln. Sie hatte jeglichen Grund dazu zu gehen, sich von der Familie zu entfernen doch auch sie hielt an dem Versprechen. Sie war eine wundervolle starke Frau. Elijah bewunderte seine Schwester manchmal für ihre selbstlose Art immer hinter den beiden aufzuräumen. Sie tat es ohne irgendwas zu fordern, ohne sich zu beschweren und doch wusste Elijah dass das Fass bei seiner Schwester bald voll war, und das sie irgendwann nicht mehr den nerv dazu hatte all das zu ertragen. Bald würde sie ausbrechen und dann vielleicht dann erkannte Niklaus das er nicht immer nur an sich selber denken konnte. Am liebsten hätte der junge Mann seine Schwester immer im Auge, um sie zu beschützen oder ihr zu helfen wenn sie Hilfe brauchte, aber diese würde es nicht als guten Willen anerkennen sogar es womöglich noch als Angriff auf ihre Selbstverteidigung sehen und sich darüber aufregen das sie alt genug war und genug Erfahrung mit Menschen hatte um zu wissen wie sie sich vor ihnen schützen konnte.
Da war es wieder, dieses leichte anzügliche Hochziehen der Mundwinkel, es war kein ganzes Grinsen aber irgendwie war es auch kein halbes. Es wirkte erfreut, leicht amüsiert. Ja es stimmte, seine Familie, seine Geschwister amüsierten den Jungen Mann und er konnte wirklich stundenlang über seine Geschwister erzählen ohne das es langweilig wurde. Sie hatten so viel zusammen erlebt, man fand immer etwas worüber man erzählen konnte.

Und dann war da noch ein Mädchen. Dieses eine ganz bestimmte Mädchen mit dem bezaubernden Lächeln und den leuchtenden Augen die Elijahs Herz ein wenig schneller schlagen lies. Miley Harper. Seine Freundin, seine Mylady. Die Person die sein Herz erobert hatte seit kurzem und ihn jeden Tag soviel Liebe schenkte das er gar nicht wusste wohin damit. Mit ihrer authentischen und leidenschaftlichen Art war sie eine Person die Elijah von Anfang an beeindruckt hatte und dessen Ausstrahlung Elijah bei jedem Atemzug erneut umhaute. Sie hatte keine Vorurteile und das schätzte er so an diesem bildhübschen Mädchen, seinem Mädchen. Sie urteilte nicht ohne die Person zu kennen und das machte sie für Elijah zu einer bedeutenden Person die in seinen Augen sehr ehrlich war.
Celeste Dubois war zwar bildhübsch mit ihren perfektem Gesicht und ihren wahnsinnig in den Bann ziehenden Augen, aber ihr Charakter. Sie war nicht die ehrenhafteste und das missfiel Elijah an ihr. Er liebte diese Frau zwar tief und innig aber er hatte sich von ihr einwickeln und manipulieren lassen. Miley war kein Ersatz, wobei wenn man es genau betrachtete nahm Miley Celeste's Platz an Elijas Seite und in seinem Herzen ein und füllte die Lücke die diese Frau hinterlassen hatte, also sie war ehrlich gesehen ein Ersatz. Aber ein Ersatz für immer. Eine Person die besser war als Celeste und die er nicht mehr gehen lassen wollte. Sie zählte für ihn zum inneren Kreis seiner Familie und war ihm wichtig, ebenso wollte er nicht das ihr irgendetwas passierte und würde somit alles an ihre Sicherheit setzen was er konnte.

Der junge Mann amtete durch. Egal wie verwirrend oder kompliziert sein Leben gerade auch aussah, Miley war stets ein Lichtblick im Dunkeln für ihn und er war froh sie an seiner Seite zu haben. Er hoffte er konnte sie heute noch sehen, bestimmt war ihr Terminkalender sehr vollgepackt denn sie war sehr gewissenhaft, dennoch hoffte er sie zu sehen. Er stelle sich vor wie sie bei ihm stand, in seinen Armen und er sie einfach ansehen konnte und sich in ihrem Blick verlieren konnte. Er wollte ihre Nähe einfach bei sich haben und glücklich sein. Er wollte sie bei sich haben und jeden Moment mit ihr genießen. Miley, ich danke dir das du meine Geschwister irgendwie aushältst. Sie kam überraschender weise mit den beiden ganz gut aus, Niklaus war noch so ein Knackpunkt aber der schien sie auch ganz langsam an Elijahs Seite zu akzeptieren. Für Rebekah war das eher noch schwieriger. Sie war diejenige der nicht das Recht gegeben worden war jemanden zu finden den sie liebte. Niklaus zerstörte und verwehrte dieses Glück, zwar zum Schutz seiner Schwester damit ihre Gefühle nicht verletzt werden würden, und doch übertrieb er in dieser Hinsicht und verbannte Rebekah in eine Art unsichtbaren Käfig. Sie konnte zuschauen, aber sie hatte des Recht zu fühlen, zu lieben verloren. Das war kurz beschrieben der Krieg den die drei jeden Tag aufs neue miteinander austrugen, gegen den sie sich auflehnten und rebellierten. Und Elijah, er war derjenige der die Ordnung in dieses Chaos bringen musste, wobei man es Chaos eher nicht nennen konnte. Die Chaos Theorie passte sehr gut auf die drei Geschwister. Es war kein direktes Chaos, denn ein Chaos folgte keinem Muster und keinen Regeln, sondern vielmehr hatte es seine eigene ganz spezielle Ordnung zwischen den Geschwistern. Irgendwie war es geordnet, aber irgendwie auch ein offen dargelegtes Chaos. Verwirrend für außenstehende, schwierig zu verstehen für die Inneren Bekannten.
Und doch liebte Elijah seine Geschwister, vielleicht auch deswegen weil kein Tag langweilig war und es immer irgendetwas zu tun gab dem Elijah sich verschreiben konnte. Miley Harper war in dem Fall Elijahs Anger in dieser Welt, ein fester Halt den er brauchte. Er konnte sich zwar selber halten, doch war Miley eine Vertrauensperson für ihn die er zu lieben pflegte und nicht verlieren wollte. Dieses Lachen, diese Ausstrahlung, dieser Charakter. All das brachte ihn zu einem breiten Grinsen und veranlasste ihn zum träumen. Und je mehr er an diese Person dachte, dieses Mädchen das sein Herz erwärmte, desto mehr wünschte er sich sie wäre hier, ganz dicht bei ihm und er könnte sie im Arm halten und ihr sagen wie sehr er sie liebte.
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BeitragThema: Re: Das Bootshaus   So Jul 16, 2017 1:26 am



←Die Tribünen

Das Bootshaus. Es war immer ein ruhiger Ort und die Wellen waren eine gute Möglichkeit ein verzweifeltes Schluchzen zu verbergen. Hier suchte einen normal keiner und so war dieser Ort eine Art Schutzort für Anthony. Natürlich gab es schönere Plätze, doch dieser Ort hier war eigen. Irgendwie magisch und voller Erinnerungen. Er erinnerte sich noch ganz genau an seinen ersten Schultag in Hogwarts. Sie waren mit Booten über den See gefahren, nur mit Laternen bewaffnet, und er, er hatte sich geschworen, es diesmal nicht noch einmal so weit kommen zu lassen. Wollte keine Wiederholung seiner Grundschulzeit. Und es hatte sich tatsächlich alles zum Guten gewendet. Er hatte Freunde gefunden. Ophelia und Faye... Faye. Der Name schmerzte ihn, versetzte ihm einen Stich im Herzen. Was war da gerade wirklich passiert? Anthony wusste es nicht, doch seine Gefühle wurden im Moment von Trauer und Verwirrung angeführt. Tränen rannen über seine Wangen und hatten schon nasse Spuren auf seinem Schal hinterlassen. Vollkommen in Gedanken versunken trat er in das Bootshaus. Wer sollte hier schon groß sein. Hier war ja eh nie jemand... Sein Blick war starr auf den Boden gerichtet, betrachtete jede Fließe genau, ohne davon wirklich Notiz zu nehmen, und er lies sich an eine der Wände sinken, mit angewinkelten Beinen und blickte auf das Wasser. Verdammt! Er wollte nicht von Faye weggestoßen werden. Das war eine seiner größten Ängste. Er hatte endlich jemanden, doch wenn das zu weit ginge, wäre er wieder allein. Kurz schniefte er und seine Augen beobachteten, das Wasser wie es langsam Wellen bildete, die dann wieder gegen die Wände des Beckens prallten um wieder zu normalen Wasser zu werden, dass erneut Formen bilden konnte. Es war ruhig, es beruhigte, doch der Ravenclaw konnte sich nicht wirklich an dem Spiel der Tropfen erfreuen. Dafür war er noch zu geschockt. Noch nie hatte er Faye so erlebt. Ihr Lachen. Ihr Grinsen. Diese Eiseskälte in ihrem Blick. Er vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Ihm wurde beinahe kalt bei dem Gedanken daran, wie sie ihn angestarrt hatte. Ein leichtes Zittern fuhr durch seinen Körper. Es war kalt... Und hier am nassen Boden zu sitzen, war sicher keine gute Idee. Doch im Moment war ihm das egal. Vorsichtig fuhr er sich mit einer Hand durch die Haare. Ganz ablegen konnte er seinen Wahn, was sein Aussehen anging nicht. Langsam richtete er die rechte Seite seiner Haare. Es war Ablenkung. Ablenkung von dem, was ihn gerade viel zu sehr beanspruchte. Doch wie sollte er jetzt auf Faye zugehen? Die Situation war für ihn neu und er war nun mal eher ein Typ, der Konfrontationen mied. Und mit wem seinen Tag verbringen? Faye war fast immer an seiner Seite und so war er normal nicht allein. Würde Leon mit ihm was machen? Könnte sein. Doch dieser könnte ihm in dieser Situation wahrscheinlich auch nicht helfen. Dafür war er Anthony zu ähnlich, was seine Konfrontationsfreude anging. Der Ravenclaw seufzte. Was war wirklich passiert? Die Tränen rannen ihm immer noch über die Wangen und diese Frage kreiste in seinem Kopf. Drehte Loopings. Machte Kurven. Was hatte er falsch gemacht um so eine Seite aus Faye herauszulocken?

Angesprochen: /
Erwähnt: Leon, Faye, Ophelia
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Edelmann
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BeitragThema: Re: Das Bootshaus   Mi Jul 19, 2017 4:29 pm


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Anthony
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Stille. Ringsherum nichts als Stille. Es war nicht leise, einige Geräusche waren schon zu hören wie darunter das Anschlagen der Wellen an den Holzpfählern des Botshauses, oder auch das ständige knacksen des alten und morschen Holzes. Es war in dem Begriff still weil niemand redete. Keine Stimmer erklang und auch sonst kein Tier bewegte sich und veranstalte irgendein Geräusch. Es war einfach Still aber angenehm. Das Anschlagen der Wellen war unregelmäßig und hörte sich mal lauter und mal leiser an. Elijah empfand diese Stille als entspannend. Sie wirkte beruhigend. Keiner verlangte etwas von einem oder wollte mit einem reden. Der perfekte Ort um seinen Gedanken freien lauf zu lassen und um zu träumen. Dieser Ort war einfach bezaubernd auf seine einzigartige magische Weise.

Diese Stille wurde jeher unterbrochen als das knacksen der Bretter einen Gast willkommen hieß. Das knacksen war nicht so laut deswegen vermutete der Magier das es eine nicht zu schwere Person war. Die Statur konnte er anhand der Schritte nur erahnen, groß und wahrscheinlich männlich. Er ließ seine braunen Augen immer noch auf dem Wasser ruhen als er das Geräusch wahrnahm das sich anhörte als würde jemand an der Wand entlangrutschen. Er dachte zuerst jemand wäre gekommen um mit ihm zu reden oder auch ums eine Ruhe zu haben, aber selbst wenn die Person ohne den Vorwand reinkam mit ihn zu reden hätte sie was nach dem betreten des Hauses gesagt. Vielleicht hatte er ihn ja aber auch gar nicht bemerkt ? Elijah machte nun Anstalten den Kopf ein wenig zu drehen und versuchte im Schatten des Bootshauses jemand auszumachen. Da war tatsächlich jemand. Elijah hatte sich aufgrund dessen das sich keiner bemerkbar gemacht hatte angenommen, dass er sich das knacksen des Holzes aufgrund der Schritte nur eingebildet hatte. Aber im Schatten des Hauses saß eine Person zusammengekauert auf dem Boden. Es war klar das er Elijah nicht gesehen hatte denn dieser stand ja schon fast an der Ecke sodass er von der Position der Person nicht so gut bemerkbar war. Vielleicht war er einfach nur in Gedanken versunken. Aber wieso kauerte er dann so zerstört am Boden ? Elijah griff zu seiner Krawatte und richtete sie, schließlich wollte er ja nicht ungepflegt vor diese Person treten wer auch immer diese war. Mit jedem Schritt den er sich dieser Person näherte erkannte er mehr und mehr Umrisse die sich von der Dunkelheit abhoben. Es war, wie er vorher angenommen hatte, ein Junge. Er schien noch recht jung zu sein zumindest so das er nicht in Elijahs Jahrgang sein konnte. Der Schwarze Magier entschloss sich mit ihm zu reden. Er wirkte so als könne er das gerade brauchen, irgendwas schien ihn zu beschäftigen da er nebenbei nicht wirklich glücklich aussah. Elijah ließ sich neben den Jungen an der Wand nach unten gleiten und holte ein Taschentuch aus seiner Hosentasche und hielt es dem Jungen hin. Elijah war ein Mann der Worte und Taten und er hatte sich vorgenommen dem Jungen zuzuhören schließlich war das seine Aufgabe bei seiner Schwester damals auch gewesen und so konnte er diese Hilfsbereitschaft, die er sich von damals angelernt hatte, noch nicht ablegen und wollte diesem Jungen helfen. Er erkannte das der Junge aus Ravenclaw war. Er hatte ihn ein paar Mal gesehen. Er lief immer mit einer Slytherin und einer Hufflepuff aus seinem Haus rum. Ja genau mit Ophelia war er immer unterwegs. Die Griechin kannte der junge Mann vom sehen her, sie hatten zwar mal hier und da ein paar Worte gewechselt aber ein intensives Gespräch hatten sie noch nie geführt. Mitfühlend sah er den Jungen kurz an, wendete dann aber den Blick wieder gerade aus gegen die Wand des Bootshauses. Wenn der Junge so am Ende war und ihn nicht beachtet hatte, wollte er vermutlich eigentlich gar nicht so verweint gesehen werden deswegen erleichterte Elijah es ihm und sah einfach gerade aus. Ich könnte dir zuhören wenn du darüber reden willst. sagte er. Seine Stimme war irgendwie weich aber in keinster weise sofort einladend sondern hatte eine freundliche Distanz in sich tragend. Elijah war ein Mann mit dem man gut reden konnte. Er hörte den Leuten gut zu und konnte sich aufgrund seiner beiden Geschwistern und ihrer Vergangenheit gut in andere Leute hineinversetzen.


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BeitragThema: Re: Das Bootshaus   Fr Aug 11, 2017 9:25 pm



Er saß da so alleine an seine Wand gelehnt und hätte nicht im geringsten damit gerechnet hier auf Gesellschaft zu stoßen. Ja seine Gedanken zogen Kreise und er folgte ihnen. Sie zeigten ihm Bilder der vergangenen Stunde, Bilder der letzten Jahre. Wie er lachte, wie er weinte. Und doch war da immer ein Schatten neben ihm. Keiner der ihm Angst machte. Mehr vertraute er ihm. Sehr sogar. Der Schatten war wie ein Schutzschild, eine Rüstung, die sich schützend um einen legte, wenn man sie braucht. Faye – sie war immer da gewesen. Sie hatte zu ihm gestanden und er zu ihr. Kurz lächelte er als seine Gedanken zu seinem 15.Geburtstag kreisten. Es war eine tolle Feier gewesen... Doch dann landete er wieder in der Gegenwart bei den Ereignissen der letzten halben Stunde. Es war so wie als hätte dieser Schatten diese Rüstung seine Gesinnung geändert. Der Schatten hatte ihm das Licht genommen, die Wärme, seine Rüstung hatte begonnen ihn zu erdrücken. Doch war sie nicht immer noch seine beste Freundin? Sie musste es einfach sein. Er wusste, dass sie manchmal düster sein konnte, ja sie war in manchen Momenten eine fiese Person, doch noch nie war sie so verschlossen gewesen und hatte sich ihm gegenüber so präsentiert. Er hatte es immer geschafft zu ihr durchzudringen – bis jetzt. Kurz zuckte er zusammen, als sich eine Person neben ihm niederließ und ihn so aus den Gedanken riss. Es war ein Junge, der größer sein musste als er. Soviel erkannte er aus dem Augenwinkel. Und er hielt ihm ein Taschentuch hin. Vorsichtig griff Anthony mit seiner rechten Hand nach dem Taschentuch und schnäuzte sich einmal. Er musste schrecklich aussehen, so verweint und mit den Haaren, die sicher noch nicht perfekt saßen... Aber daran konnte er jetzt nichts ändern. Auf einmal sprach der Fremde los. Die Augen des Ravenclaws wanderten nach rechts, doch der Junge neben ihm hatte den Blick nach vorne gewandt. Seine Kleidung wirkte elegant und sehr gepflegt. Auch seine Haare passten und er machte einen sehr sympathischen Eindruck auf ihn. Sollte er sich ihm einfach anvertrauen? Reden tat gut, doch wollte er nicht noch wen mit in seine Lage hineinziehen. Auch kannte er diesen Jungen nicht wirklich. Er hatte ihn nur einmal kurz gesehen. Wenn er sich recht erinnerte musste er ihn Hufflepuff sein. Doch sicher war er sich nicht. Das Taschentuch wanderte nun zu seinen Augen und er versuchte seine Tränen wegzuwischen. Seine leicht rötlichen leicht angeschwollenen Augen würde er jetzt nicht beseitigen können, aber abschwächen konnte er es so vielleicht ein wenig. Einmal tief durchatmen... „Hey...“ Es war ein leises Hey, doch mehr brachte er im Moment nicht raus. Und seine Stimme klang auch nicht gerade prächtig. Sie war verweint und etwas undeutlich und so schloss der Ravenclaw kurz seine Augen bevor er sie wieder öffnete und weitersprach. „Danke für das Taschentuch.“ Er lächelte leicht, doch das Lächeln verschwand so schnell wie es gekommen war. „Kennst du diesen Moment, wenn sich eine Person plötzlich gegen einen wendet und eine Seite zum Vorschein bringt, die du so nicht an ihr kennst?“ Die blauen Augen blickten den Älteren an und während er so sprach traten leicht Tränen in seine Augen. Verdammt, jetzt heul nicht schon wieder! Er atmete noch einmal tief durch. Irgendwie schien ihm der Junge vertrauenswürdig. Kurz biss er sich auf die Lippe. „Was habe ich falsch gemacht?“ Seine Stimme war immer noch leise, doch bei dieser Frage war sie lauter geworden. Und sie hatte auch an Deutlichkeit dazugewonnen. Er hatte sie endlich ausgesprochen. Die eine Frage, die ihn wie wild beschäftigte.

Angesprochen: Elijah
Erwähnt: Faye, Elijah

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BeitragThema: Re: Das Bootshaus   Fr Aug 11, 2017 11:42 pm


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Anthony
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Die Stille war gebrochen. Das was man hörte, wirkte unruhig, aus der Balance gekommen. Der junge Mann lehnte einfach der Wand des Bootshauses und hatte dem Ravenclaw angeboten ihm zu zuhören. Er war schon immer ein guter Zuhörer gewesen, zumindest sagtest das einige Leute. Sogar seine Schwester. Sein Bruder dagegen ? naja von dem auch mal irgendetwas nettes zu hören war eh schon selten und Komplimente machen war nun wirklich nicht Niklaus Stärke. Als Anthony sich das Taschentuch nahm welches Elijah ihm anbot erschien ein lichtes, freundliches Lächeln auf dem Gesicht des Hufflepuffs. Der Junge nahm sein Angebot also an und Elijah war froh darüber denn der Junge sah nicht wirklich so aus als würde er alleine damit fertig werden. Er machte auf Elijah einen sehr zerbrechlichen Eindruck. Er wirkte wie jemand der immer beschützt worden war, zumindest einen kleinen Teil des Lebens lang. Er wirkte als ob er viel durchgemacht hat aber damit umzugehen gelernt hat. Doch jetzt war wohl etwas passiert das ihm ziemlich aus der Bahn geworfen hatte. Elijah's Atem war ruhig und gleichmäßig. Seine Mutter hatte mal gesagt das allein seine Atmung sehr beruhigen wirken konnte weil er so kontrolliert atmete und ohne unnötige Bewegungen zu machen. Er atmete immer sehr tief und ließ die Luft seinen kompletten Brustkorb erfüllen ehe er wieder ausatmete. Das Hey des Jungen war kaum zu vernehmen. Es war leise irgendwie gebrochen ? Elijah wandte für einen kurzen Moment den Kopf um den Jungen, dessen Namen er nicht kannte, ein wenig genauer zu begutachteten. Sein Gesicht war verweint und auch sonst sah er aktuell ein wenig verwahrlost aus. Zum Teil musste das auch an dem Wind liegen der heute die Wolken verschob. Er fragte sich wer dieser Ravenclaw genau war. Als sich der Junge bedankte nickte Elijah als Zeichen das er es realisiert hatte.

Elijah hörte den Worten des Jungen zu. Wenn jemand plötzlich eine Seite zum Vorschein bringt die man sonst nicht kennt ? Ja Elijah kannte das. Er kannte das zugut. Er musste an seinen Bruder denken. Die Gründe waren verständlich aber dennoch kam es damals sehr überraschend und plötzlich wie stark er sich verändert hatte. Elijah konnte nur zu gut nachempfinden wie es dem Ravenclaw ging, er hatte ja schließlich das gleiche durchgemacht. Auch wenn es ihn nicht so hart getroffen hat damals. "Ob ich das kenne ? Ja. Ich kenne das Gefühl. Mein Bruder war genauso, verzeih ist genau so. Ich kann verstehen wie es dir geht und es ist nicht schlimm wenn die Situation dich im Moment noch überfordert." Er wandte den Blick von dem Jungen ab und sah einfach gerade aus. Es wirkte fast als würden seine Gedanken nun in den Erinnerungen der Vergangenheit verschwinden. "Ich denke du hast nicht einmal was falsch gemacht. Du solltest den Fehler nicht bei dir suchen. Es ist vielleicht viel eher so das du noch der Auslöser warst und blöderweise zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort warst und einfach alles abbekommen hast. Ich weiß nicht um wen es geht, aber ich denke um sich plötzlich von Grund auf zu verändern, ein komplett anderes Verhaltensmuster zu zeigen, da muss viel mehr dahinter stecken. Diese Person hat wahrscheinlich sehr viel durchgemacht in ihrem Leben, hat viel einstecken müssen. Du hast vermutlich einen wunden Punkt getroffen oder aber die Person ist aktuell im Konflikt mit sich selbst und weiß nicht ganz mit ihren Gefühlen umzugehen." Er machte eine Pause damit der Junge ihm folgen konnte was er sagte. "Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen das du kaum Schuld daran trägst. Du solltest den Fehler nicht bei dir, sondern im Umfeld der Person suchen. Wenn diese Person mit dir gut befreundet ist und du sie gut kennst und ihr euch nahe steht dann ist es sehr unwahrscheinlich das du Schuld daran trägst." Elijah überlegte was er als nächstes sagen würde. "Menschen sind nicht einfach. Sie sind schwierig. Der Mensch hat ein komplexes Verhaltensmuster, aufgebaut aus Gefühlen, Erinnerungen und eigenständigem Denken. Es ist schwer zu verstehen was in einer Person in dem Moment vorgeht wenn diese sich verändert und plötzlich nicht mehr so ist wie vorher. Für uns ist es dann sehr schwer damit klar zu kommen denn Menschen sind Gewohnheitstiere. Wenn sie etwas sehr schnell und plötzlich verändert, bringt das unseren Alltag ziemlich durcheinander und kann es uns sehr schwer machen damit umzugehen. Ich kann dir sagen das die Person vermutlich einfach jetzt etwas Abstand braucht. Mein Bruder ist irgendwann wieder zu mir gekommen. Wir haben geredet als wäre das nie passiert, als wäre er nie plötzlich so anders geworden. Aber das einzige was sich rapide verändert hat und mir auch heute noch sehr schwer fällt zu verstehen, er war nicht mehr der selbe. Menschen sind unterschiedlich. Allein das du hier sitzt und dich verkriechst zeigt mir eigentlich das du eins ehr mitfühlender Mensch bist. Ich glaube du bist ein guter Mensch." Elijahs Wortwahl war ziemlich direkt "Du hast nichts falsch gemacht, behaupte ich jetzt ohne die Hintergrundgeschichte zu kennen. Aber diese Frage kann dir niemand beantworten außer die Person wegen der du diese Frage hast." Er sah nun den Jungen direkt an und wartete auf seine Reaktion.
You caused my heart to bleed and you still owe me a reason

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BeitragThema: Re: Das Bootshaus   Mi Aug 16, 2017 11:15 pm



Anthony war erleichtert, dass sein Gegenüber verstand was er meinte. Anscheinend war es ihm bei seinem Bruder genauso gegangen oder besser gesagt ging es ihm anscheinend noch immer so, wie es der Ravenclaw nach den Worten des anderen deuten würde. Er hörte dem älteren Jungen aufmerksam zu. Auch wenn dieser seinen Blick abgewandt hatte, spürte Anthony, das er noch immer auf ihn konzentriert war. Und doch war es einmal angenehm nicht beobachtet zu werden, in seinem Zustand. Er war nicht schuld... Nur zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort... Viel durchgemacht.... Ja das traf es wohl gut. Faye hatte es auch nie leicht gehabt. Und dann hörte er weiter zu. Jeden Satz nahm er in sich auf und als der vermutliche Hufflepuff geendet hatte und seine Augen wieder die blauen des Ravenclaws fanden, atmete Anthony einmal tief durch. „Danke.“ Seine Stimme war wieder sehr in ihre normale Tonart zurückgefallen, welche für einen Jungen zwar ziemlich hoch, aber dennoch für Anthony normal war. Er würde Faye Zeit lassen. Er hatte es ein Jahr ohne sie geschafft und er würde es auch jetzt aushalten. Und dann würden sie wieder gemeinsam nach Hogsmead gehen. Jedenfalls hoffte Anthony das. Dieser Ausflug war eine Sache auf die sie sich alle beide riesig freuten und er wünschte sich einfach, dass bis dahin alles wieder in Ordnung wäre. Vielleicht würde ja auch Ophelia mitkommen und dann wären sie wieder das Trio, dass er so sehr liebte. Er wischte sich noch einmal die restlichen Spuren der Tränen mithilfe des Taschentuchs weg, doch war nun hinter dem weichen weißen Tuch ein Lächeln zu erkennen. Vorsichtig fuhr er sich mit seiner rechten Hand durch seine Haare und versuchte sie noch ein wenig zu richten, bevor er mit beiden Händen gemeinsam seinen Schal zurecht zupfte. Immerhin war hier ja jetzt doch eine Gesellschaft aufgekreuzt und seine Gedanken waren nun wieder so geordnet, dass sie sich nun auch wieder seinem Aussehen widmen konnten. Sonst würde dieser Junge ihn ja nur als verheultes Häufchen Elend in Erinnerung behalten und das wäre alles andere als positiv. Wenn er schon einen Ruf hatte, sollte dieser nichts mit einem schlechten Auftreten zu tun haben. Soviel war für ihn sicher. Nun lehnte sich Anthony wieder zurück, ein Bein ausgestreckt das andere angewinkelt, seine Hände auf seinem aufgestellten Knie platziert und seinen Kopf legte er in den Nacken. Kurz schloss er die Augen. Ich werde ihr Zeit geben.... soviel Zeit wie sie benötigt. Er öffnete wieder seine Augen und kurz lief ihm ein Schauer über den Rücken. Verdammt, war es kalt! Ein Fakt den er dank seiner Sorgen und Gedanken komplett verdrängt hatte, doch nun fröstelte es ihn. Er blickte nun wieder zu dem Älteren. „Wollen wir wo hingehen wo es wärmer ist? Vielleicht könnten wir uns auch noch ein wenig unterhalten?“ Ihm war der Junge sympathisch und sein Kleidungsstil war elegant, also sicher keine schlechte Gesellschaft für einen kalten November Nachmittag. Ein Lächeln schmückte Anthonys Lippen und vorsichtig begann er mit seinem Atmen seine Hände zu wärmen.

Angesprochen: Elijah
Erwähnt: Elijah, Faye, Ophelia, Niklaus (indirekt)

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