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 Das Büro von Professor Beecroft

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Streber
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BeitragThema: Das Büro von Professor Beecroft   Sa Aug 13, 2016 7:32 pm

das Eingangsposting lautete :


Das Büro von Professor Beecroft ist erstaunlich modern, für einen Raum in Hogwarts und in hellen Farben gestalt. Es ist von der Möbelwahl her auch sehr inspiriert bei den Muggel, was an Phoebes Vorliebe für deren Wohnstil liegt. Es besteht aus einem Schlafbereich, der aus einem sehr großen Doppelbett, einem geräumigen Kleiderschrank besteht. Ein wichtiges Möbelstück für Phoebe ist ein Klavier der Firma Steinway, welches so verzaubert ist, dass es von selber spielen kann- Phoebe braucht sich nur ein Lied wünschen. Zusätzlich steht hier auch noch ein ganz normaler CD-Player, sowie ein ein kleines Regal mit CDs, die sehr intensiv genutzt werden. Hinten rechts im Schlafbereich ist eine Tür, welche zum Arbeitsbereich führt, indem mehrere Regale mit den verschiedensten Büchern(von Muggelromanen bis Sachbücher zu allen möglichen Themen der Magiewelt) sind, sowie ein weiteres, etwas kleineres Regal mit sämtlichen Themen zum Thema Verwandlung. Da ihre Regale längst nicht mehr genug Platz für all ihre Bücher bieten, sind auch auf dem Boden mehrere Stapel, die teilweise schon gefährlich hoch sind und somit umkippgefährdet, sollte man irgendwie rankommen.
Zusätzlich befindet sich hier auch ein großer, geräumiger und etwas älter aussender Schreibtisch mit unzähligen Schubladen, in denen Platz für Kram ist den keiner bracht, sowie Pergament und Schreibfedern. Diese Schubladen sind minimal chaotisch- wer darin etwas bestimmtes sucht sollte sich besser ein paar Stunden Zeit nehmen.
An der Wand über ihrem Schreibtisch befindet sich eine Fotowand, teilweise mit unbeweglichen, aber auch mit beweglichen Bildern. Auf dem Schreibtisch selber ist nochmal ein eingerahmtes, bewegliches Foto von ihrer Tochter von ihrem 4. Geburtstag, auf dem sie gerade ein Geschenk auspackt.
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Chaot
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BeitragThema: Re: Das Büro von Professor Beecroft   Do Apr 13, 2017 9:50 am


Phoebe war vor allem eines: Überrascht. Vielleicht auch ein wenig überfordert. Seit Jahren hatte sie Yen nicht mehr gesehen... Seit viel zu vielen Jahren. Irgendwo in ihrem Innern hatte Phoebe sich schon damit abgefunden sie nie wieder zu sehen. Hatte sich alle möglichen Szenarien ausgedacht... Ja, sie hatte vielleicht auch irgendwo schon damit gerechnet dass Yennefer auf einer ihrer Reisen verstorben war. Und jetzt.... Jetzt stand sie hier. Hier! In Hogwarts! Für Phoebe war das eine unfassbare Vorstellung. Es schien so surreal. Aber es war tatsächlich Yennefer... Ihre beste Freundin aus frühen Jahren. Das letzte mal jedoch dass sie von ihr gehört hatte war... wirklich schon eine ganze Weile her. Sie hatten Briefe geschrieben, die mittels ihrer 2 Raben überbracht werden konnten. Aber irgendwann... irgendwann hatte auch das aufgehört.
Was Phoebe und Yennefer verband? Nun... eine ganz Menge. Auf eine seltsame Art und Weise hatte das Schicksal sie zusammengeführt, obwohl sie vom Charakter so grundverschieden waren. Aber gerade ihre Vergangenheit hatte für einen Zusammenhalt der Beiden gesorgt. Niemand wusste mehr wie es sich anfühlte das schwarze Schaf der Familie zu sein als Yennefer. Diese großen Reinblutfamilien mit ihren krankhaften Idealen... Phoebe und Yennefer kannten es viel zu gut. Und das war es was die Beiden zu solch engen Freunden gemacht hatte. Doch diese Umarmung... war anders. Wo war ihre einstige Verbundenheit? Das grenzenlose Vertrauen, was die Beiden ineinander gesetzt hatten? War all das über die Jahre... einfach verschwunden? Vorsichtig löste sich Phoebe wieder und blickte in die blauen Augen ihrer Freundin. "Hallo... Yen.", brachte die Brünette hervor. Fassungslos über die Distanz, die da gerade herrschte. Phoebe verstand es nicht und behagen tat es ihr ebenfalls überhaupt nicht. Es war einer der Hauptunterschiede zwischen Phoebe und Yennefer. Phoebe war ein offener Mensch, die nie ein Problem damit gehabt hatte ihre Emotionen zu zeigen. Nur in ihrem Beruf... wenn sie unterrichtete... Da verstellte sich Phoebe um immer eine gute Leherin für ihre Schüler sein zu können. Yen... Yen verschloss sich. Machte zu wenn sie Hilfe brauchte. Und genau das tat Yennefer wieder- sie kannte ihre Freundin schließlich ziemlich gut. Ob sie reden könnten.... Ja. Phoebe wollte reden. In all diesen Jahren war viel passiert. "Ja... ähm.... Komm rein!", sie trat zur Seite und ließ sich daraufhin auf ihr Bett fallen. Kurz dachte sie an Ethan.... An das Gespräch von vorher. Es war so unfassbar befreiend gewesen ihm von ihrer Herkunft zu erzählen. Er als muggelstämmiger Zauberer... er hatte es akzeptiert. Sie genommen wie sie war. Obwohl sie dem wohl schändlichstem Reinbluthaushalt Großbritanniens entstammte. Und dafür liebte sie Ethan... Moment. Liebte? Hatte sie das gerade wirklich gedacht? Verrückt.

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BeitragThema: Re: Das Büro von Professor Beecroft   Do Apr 13, 2017 4:11 pm


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Phoebe
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Yennefer war behaglich zumute. Es war ein komisches Gefühl ihre beste Freundin nach all der langen Zeit wieder zu sehen. Sie steuerte gerade in das Zimmer in das sie gebeten wurde. Sie sah sich erstmal in aller Ruhe um. Es war schön hier ohne Zweifel. Und Phoebes Zimmer sah ganz anders aus als Yens. Das zeigte mal wieder sehr deutlich wie unterschiedlich die beiden von ihren Charakteren her waren. Phoebe war so ein offener, kontaktfreudiger Mensch, hatte meist viele Freundin und verstand sich mit allen gut. Yen war das Gegenteil. Sie war verschlossen, ging ihren Weg und behandelte Menschen wie Gegenstände. Sie war nicht bedacht darauf sich mit allen gut zu stellen, ihr war es egal ob die Menschen sie hassten oder nicht. Das kannte sie von ihrer Familie. Und da die Schwarzhaarige sehr viel herumgekommen war kannte sie so einige Typen von Menschen und wusste das sie mit ihrer Art am ehesten an ihr Ziel kam. Trotz das Phoebe und Yennefer so grundverschieden waren, verstanden sie sich mehr als gut. Yen hatte in Phoebe eine sehr gute Freundin gefunden und auch wenn sie sich gerade eine lange Zeit nicht mehr gesehen haben so wusste Yennefer trotzdem oder hoffte zumindest das sich in ihrer Freundschaft nichts geändert hat.

Da sich Yennefer nichts schämte entschied sie sich dazu mal in dem Zimmer rumzulaufen. Auch wenn sie nicht das Recht dazu hatte tat sie es einfach. Das war nun mal ihre Art. Es viel sowieso recht selten vor das sie sich für das Zimmer von jemand interessierte oder überhaupt Interesse für einen Menschen zeigte. Sie stolzierte durch das Zimmer als wäre es ihr eigenes ehe sie sich zu Phoebe gesellte und auf der Couch platznahm. Sie wusste nicht so recht wo sie anfangen sollte. Sollte sie Phoebe reden lassen oder sollte sie selber reden ? Unruhig fasste sie sich an ihren Anhänger und nahm ihn in die Hand. Sie sah Phoebe nicht an. Sie wusste nicht was sie sagen sollte und brauchte einen Moment um sich zu sammeln.
Da die Zauberin keine Person war die um den heißen Brei herumredete nahm sie einen tiefen Atemzug und schloss kurz die Augen. Dann öffnete sie wieder und es schien als hätte Yen ein wenig ihre Wand, ihre Maske fallen gelassen. Denn ihre Augen wirkten weicher und vielleicht war darin sogar eine Spur von Zärtlichkeit darin zu sehen. Schön dich wiederzusehen. Lange ist es her. Sie wusste das es nur so daher geredet klang. Sie brachte es zum Punkt. Was hast du die letzte Jahre gemacht in denen wir uns aus den Augen verloren hatten ? Wie kamst du hierher ? Wie sind die Leute so ? Die letzte Frage war nur eine der Höflichkeit. Sie ging mit Absicht auf Phoebes Vergangenheit ein. Sie war sich unsicher bezüglich ihrer eigenen. Wenn sie mit jemand anderen darüber reden würde, okay das würde sie nicht da nie jemand so gut mit Yen war außer Phoebe und Ciri. Ciri.. Ein Anflug von Trauer platzierte sich in den Augen der Zauberin. Würde sie jedoch mit Phoebe darüber reden, war sich Yen nicht sicher in wie weit sie ihrer Barriere aufrecht halten würde. Ob sie daran zerbrechen würde ? Ob sie ihre Gefühle nicht unter Kontrolle halten konnte ?

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BeitragThema: Re: Das Büro von Professor Beecroft   Sa Apr 15, 2017 9:07 am

Ein Wiedersehen

• Ehrlichkeit und Vertrauen •


Phoebe Beecroft


                       • Ich gehör nur mir! •
Es war wirklich erstaunlich wie viel an diesem Tag schon geschehen ist. Da waren die Albträume gewesen, die ihr in dieser Nacht den Schlaf geraubt hatten. Träume, in denen sie immer und immer wieder die Hilfeschreie ihres Kindes gehört hatte. Ja... Hilfeschreie. Sie hatte Rachel nicht helfen können... Sie versuchte von dem Gedanken abzukommen. Elizabeth war Schuld. Einzig allein Elizabeth. Oh, verflucht sei ihre Schwester....  Nun. Jetzt zählten andere Dinge. Wenn sie schließlich dachte, was danach passiert war... da wurde ihr direkt schon wohler. Ethan war wirklich ein Engel. Irgendwie war dieser Mann immer genau da, wenn sie dabei war in einen unendlichen Abgrund aus Trauer und Verzweiflung  zu fallen, nur um sie aufzufangen und diesen Sturz zu verhindern. So wie eben heute Vormittag, als er ihr Trost und auch Hoffnung geschenkt hatte. Da hatte sie es auch tatsächlich gewagt ihm von ihrer Familie zu erzählen.... Von beiden Seiten ihrer Familie. Von ihrer Tochter und ihrem Mann... aber auch von Edith und Henry Black. Oder Elizabeth Black. Ihre Eltern... Sie waren ihre Erzeuger. Mehr nicht. Sie hatte schon früh damit aufgehört Elternfiguren in ihnen zu sehen. Und Elizabeth... Schwesternliebe sah wahrlich anders aus. Wie konnte ein Mensch so verdorben sein? So.... kaltherzig? Nun.... Elizabeth war so erzogen worden, von Grund auf. Die Frage war dann.... Warum war Phoebe heute nicht so? Auch hier war die Antwort schmerzhaft, aber eigentlich sehr offensichtlich. Es waren die Versuche ihrer Eltern ihren Metamorphmagus loszuwerden. Warum auch immer sie so besessen waren davon. Weil es anders war? War das wirklich Grund genug? Sie hatte es nie verstanden und tat es auch heute noch nicht.
Yennefer begann währenddessen in ihrem Zimmer herumzulaufen. Sollte sie... Phoebe hatte kein Problem  damit. Sie kannte die Eigenart von Yennefer. Es war ihre Art Unsicherheit und Nervosität zu verarbeiten, die sie sich ja sonst nicht traute in der Öffentlichkeit zu zeigen. Schwäche zeigen war für Yennefer schließlich ein Tabu. Aber irgendwann gesellte sich Yennefer dann doch zu ihr und setzte sich zu ihr auf die Couch, was sehr erleichternd war. So lies es sich doch direkt viel besser reden. Aber.... etwas an dem Gespräch gefiel Phoebe nicht. Ganz und gar nicht. Es war wieder eine Distanz zwischen den Beiden da, die sie eigentlich glaubte vor einer langen Zeit entgültig abgelegt zu haben. War es aber nicht auch irgendwie verständlich? Schließlich hatten sie sich seit Jahren nicht mehr gesehen. Und sie beide hatten sich in dieser Zeit verändert, das war nur logisch. Und sicher hatten sie auch einiges erlebt... Was Yennefer alles in dieser Zeit wohl wiederfahren war? Irgendwann würde sie es ihr schon erzählen, da war die Brünette sich sicher. Doch jetzt war erstmal sie dran mit erzählen. Damit hatte sie kein Problem. “Ach... weißt du... Ich hab eine ganze Weile noch als Aurorin gearbeitet. Aber... irgendwie habe ich gemerkt dass.... nun ja... Dieser Beruf konnte mich nicht mehr erfüllen, nicht nach all dem was...“ Phoebe stockte kurz. “... was damals passiert ist. Und dann ist hier eine Stelle freigeworden, weil Minerva zur Direktorin aufgestiegen ist. Und... nun ja... Ich hab mich mal beworben, da Verwandlungen schon immer eins meiner großen Stärken war. Und naja.... Minerva hat mich auch ziemlich begeistert genommen... und seitdem bin ich hier und... nunja.... ich bin wieder glücklich Yen, weißt du?“, erzählte Phoebe mit einem Lächeln. Ob sie von Ethan erzählen sollte? Von dem Mann, der dafür gesorgt hatte dass sie wieder glücklich sein konnte? Hm.... Nun. Yen würde ihn sowieso früher oder später schon kennenlernen. Und schließlich hatte sie nach den Leuten  hier gefragt! “Die Kollegen hier sind super.... Alles sehr nette Leute. Mit ein paar versteht man sich eben besser, mit anderen weniger. Aber das ist ja normal.“ Mit Scott zum Beispiel kam sie überhaupt nicht zurecht. Verdammter Trunkenbold... und dann auch noch ihr Vorgesetzter. Nein... sie mochte ihn nicht. Und naja... Es gab Ethan. Sie würde ihn als ihren besten Freund betiteln, aber... irgendwie war die Freundschaft von Ethan und ihr anders als die zwischen Yennefer und ihr. Nicht weniger stark oder stärker. Aber... anders. Aber sie wusste nicht als was sie Ethan sonst bezeichnen sollte.

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Phoebe Beecroft...:
 
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BeitragThema: Re: Das Büro von Professor Beecroft   Sa Apr 15, 2017 2:04 pm


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Die Schwarzhaarige fuhr sich mit der Hand durch die Haare und strich sich eine Strähne hinters Ohr. Die Stimmung zwischen ihnen war noch immer angespannt und komisch...unangenehm. Yennefer versuchte sich überwiegend auf Phoebes Worte zu konzentrieren und nicht selber in die Vergangenheit abzudriften. Sie überlegte während ihre Freundin ihr so bereitwillig erzählte wie ihre letzte Jahre abgelaufen waren. Es hörte sich sehr ehrlich an was sie sagte und demnach war ihr nichts mehr schlimmes passiert. Yennefer im Gegenteil. Ihr Leben ging nach der Trennung weiter bergab. Die Hexe spürte eine gewisse Last auf ihren Schultern. Es war ihr Schuldgefühl das sie Phoebe ebenfalls erzählen sollte was ihr in der Vergangenheit so passiert ist. Das bin ich ihr schuldig. Yennefer erinnerte sich an die Briefe die sich Phoebe früher noch geschrieben hatte. Das war zu der Zeit mit Marc, aber sie hatte Marc nie erwähnt, hatte ihr nie etwas davon erzählt. Wenigstens dieses eine Mal muss ich ehrlich zu Phoebe sein. Das hat sie verdient. Sie hatte diesen Entschluss gefasst und wollte Phoebe wirklich alles erzählen. Aber zuerst hörte sie ihrer Freundin weiter zu. Als Phoebe erzählte wie sie zu dieser Stelle kam musste die Zauberin lächeln. Das Minerva begeistert von Phoebe war, war der Zauberin klar. Phoebe war auch so ein lieber Mensch, einfach jemand der sich mit jedem gut verstand und kaum mit jemanden im unreinen war. Yennefers Augen weiteten sich ein Stück als Phoebe erzählte das sie wieder glücklich war. Hat sie einen neuen Freund gefunden ? Jemand der sie glücklich macht ? Der ihr das schenkt was sie all die Jahre verdient hatte ? Yennefer gönnte es ihrer Freundin wenn es so war. Sie hatte es so sehr verdient. Sie durfte auch mal glücklich sein in ihrem Leben. Mit einigen versteht man sich besser, mit den anderen weniger... ein leises lachen entfuhr Yen. Vermutlich so eine Person mit der sich Phoebe nicht verstand könnte mir nicht vorstellen das es mehr Leute gibt mit denen sie sich nicht versteht da sie ja ein sehr verträglicher Mensch ist.

Nun kamen sie an dem Punkt an dem eine Pause herrschte. Eine Stille in der keiner wusste was er sagen sollte. Yen erhob sich auf die Beine und bewegte sich zum Fenster, den Blick starr gerade aus gerichtet. Ich freu mich für die Phoebe. Das tu ich wirklich. Ihr Stimme war noch stark, aber zitterte leicht. Yen wusste das sie die Barriere nicht aufrecht halten konnte. Sie musste darüber reden. Sie musste Phoebe erzählen was passiert war. Das ihr Leben nur noch bergab ging und sie, seit sie Ciri verloren hatte, kaum mehr Lust hatte irgendwas zu tuen. Das sie nicht mehr reisen wollte. Das sie sich deswegen nach Hogwarts abgesetzt hatte. Das sie es leid war jeden Tag auf ihren Reisen daran erinnert zu werden das Ciri nicht mehr da war. Doch etwas in Yennefer währte sich. Wollte nicht das sie darüber sprach. Wenigstens eine von uns beiden sollte glücklich sein. Wenigstens eine sollte das Glück haben. Sie spürte wie ihr langsam Tränen aufstiegen. Sie war immer noch hin und her gerissen ob sie es ihr jetzt erzählen sollte oder nicht.

Minuten vergingen in denen die Zauberin weiterhin mit sich rang, sich dazu zu überwinden ihrer besten Freundin ihr Herz auszuschütten, oder sich zurück zu halten und weiter den Leidensweg alleine bekämpfen. Es ist soviel passiert. So viel was mich verändert hat. Sie hat es schon bemerkt das ich sie nicht mehr in meine Nähe lasse. Das ich sie auf Distanz halte. Yennefer wusste das Phoebe sie nicht dazu drängen würde es ihr zu erzählen was war aber in dem Moment wünschte sich Yen das sie es tat. Sie wollte darüber reden, sie musste. Sie schloss die Augen für einen Moment in dem sie tief Luftholte um sich zu beruhigen und darauf zu konzentrieren was sie jetzt sagte. Phoebe. Ich hab einiges erlebt auf meinen Reisen. Das war der erste Schritt den sie begann. Nun gab es kein zurück. Nachdem wir uns getrennt hatten, ging mein Leben, oder wenn man es überhaupt so nennen kann, nur noch bergab. Sie pausierte. Jetzt war es raus. Nun musste sie alles sagen ob sie wollte oder nicht. Sie stand immer noch reglos da. Sie starrte einfach aus dem Fenster den in Phoebes Augen schauen das konnte sie nicht. Sie wollte nicht das Phoebe sie sah wie sie zusammenbrach. Wie sie einknickte und nachgab. Phoebe, ich kann nicht mehr so leben wie bisher. Ich kann es nicht. Jetzt war es vorbei. Sie spürte wie Tränen sich einen Weg in ihre Augen bannten. Ich war nicht ehrlich zu dir. Während wie geschrieben haben, oder ich dir Briefe geschrieben hab war ich mit jemandem zusammen. Er war wundervoll weißt du. Ein toller Mann. Sie pausierte. Phoebe würde wahrscheinlich denken er sei gestorben oder so. Und das Yen einfach jemanden verloren hatte. Aber nein. Es war schlimmer. Weißt du wir, wir wollten Heiraten. Er hat mich so glücklich gemacht. Es war immer so humorvoll. So liebevoll. So wunderbar. Yennefer musste doch tatsächlich kurz grinsen als sie daran dachte wie die Zeit mit Marc war. Als er noch kein Arsch war. Gut er war die ganze Zeit über ein Arsch sie hatte es einfach nur nicht gesehen. Sofort verschwand das Grinsen als sie weiter redete. Ich wollte mit ihm sogar ein Kind adoptieren. Phoebe wusste ja das Yennefer keine Kinder bekommen konnte und deswegen eigentlich nie welche wollte. Das sie mit Marc eins haben wollte war schon eine sehr krasse Wendung in Yennefers Leben. Tja und dann kam das was kommen musste. Sie drehte sich schwungvoll um. Jetzt sah sie direkt Phoebe an. Und Yennefers Anblick durfte kein schöner gewesen sein. Jetzt war sie so wie sie wirklich war. Zerbrochen, kalt, verloren. Tränen rollten ihr über die Wange und ihre Augen glänzten nur so von ihrer Traurigkeit. Auch ein wenig Wut strahlte aus ihren Augen. Doch die Traurigkeit überwog die Wut. Sie wirkte wie ein unschuldiges Mädchen was gerade jemand besonderen im Leben verloren hatte. Für die Zauberin war das ein sehr schwerer Schlag gewesen und davon zu erzählen zerstörte ihre komplette Barriere die sie sich über die Zeit aufgebaut hatte. Er war ein Arsch Phoebe. Ein Arsch. Ein einziges Arschloch. Wir wollten heiraten weißt du. Und dann schmeißt er mir am gleichen Tag vor die Füße was für eine jämmerliche Zauberin ich bin, und weißt du das war nicht mal das schlimmste. Er hat mich nie geliebt Phoebe! Nie. Er hat die ganze Zeit nur mit mir gespielt. Wie mit einer daher gelaufenen Puppe. Er hat mich einfach ausgenutzt. Alles hat er ausgenutzt. Meine Magie. Meinen Körper. Meine Gefühle. Alles! Sie hatte die Stimme die ganze Zeit über erhoben. Gegen Ende jedoch wurde sie wieder leise bis zu einem flüstern. Sie legte sich die Hände um den Körper und konnte es nun nicht mehr zurück halten. Sie weinte einfach. Alle die Schmerzen die sich die letzten Jahre angesammelt haben brachen nun hervor und fielen über Yennefer mit einem Schlag her. Wenn ich jetzt schon angefangen hab kann ich es auch zu ende bringen. Sie dachte an Ciri. An ihr kleines Mädchen welches sie aufgezogen hatte und welche sie stets um sich hatte. Welche sie geliebt hat, welches ihr wieder hochgeholfen hat. Da war ein Mädchen. Cirilla. Ich hab sie aufgezogen. Phoebe du weißt selber ich hab es nicht mit Kindern aber dieses Mädchen. Es war wie ich, allein. Und so wundervoll. So ein tolles Kind. So begabt. Die Zauberin schwärmte über ihre Ziehtochter als wäre sie noch da. Als würde sie sie Phoebe gleich vorstellen. Du hättest sie gemocht glaub mir. Ich hab sie aufgezogen Phoebe. Sie war meine Tochter. Nicht wirklich, aber es fühlte sich so an. Ich hab sie geliebt Phoebe. Hörst du, ich hab sie geliebt. Sie stürzte erneut in Tränen und fing an am ganzen Körper zu zittern. Und dann haben wir uns gestritten. Sie wollte ihre richtigen Eltern finden. Sie wollte weg von mir. Yennefer hörte auf zu reden. Sie konnte nicht mehr. Sie konnte nicht mehr reden. Und sie wollte es auch nicht mehr. Sie starrte ihre Freundin nur an, unfähig sich zu bewegen.
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BeitragThema: Re: Das Büro von Professor Beecroft   Do Mai 11, 2017 5:30 pm

Ein Wiedersehen

• Ehrlichkeit und Vertrauen •


Phoebe Beecroft


• Ich gehör nur mir! •
Phoebe wusste gerade nicht was sie von Yennefer wirklich halten sollte. Yen war schon immer eine schwierige Person gewesen, gar keine Frage. Bzw... Schwierig war wohl das falsche Wort. Anders. Genau. Einfach... Anders. Phoebe hatte von Grund auf schon immer einen ganz anderen Charakter gehabt als Yen ihn gehabt hatte. Ihre Vergangenheit hatten sie ebenfalls komplett unterschiedlich verarbeitet, Während Phoebe versucht hatte Trost dadurch zu finden indem sie sich öffnete, indem sie auf andere zuging, hatte Yen sich komplett der Außenwelt verschlossen um in ihrer eigenen Welt zu leben, eingebettet in einer massiven Mauer. Nur selten war es jemandem gelungen auch irgenwie durch diese Mauer auch durchzudringen. Eigentlich hatte sich Phoebe auch immer zu diesen Personen zählen können, die einen Platz im Inneren dieser Mauern hatten. Doch es war zu viel Zeit vergangen. Es wäre eine Illusion zu glauben es hätte sich wirklich nichts zwischen ihnen geändert. Natürlich hatte sich dort etwas verändert. Schließlich glaubte Phoebe dass es nichts schlimeres gab als in der persönlichen Entwicklung stehen zu bleiben. Es ging immer irgendwie weiter. War das jetzt arg philosophisch? Bestimmt. Aber irgendwie hatte Phoebe Gefallen an solchen Dingen gefunden und auch einiges dazu in ihrem ohnehin viel zu überfüllten Bücherregal stehen. Ob sie das eigentlich mal entrümpeln sollte? Nein... Sie könnte sich ohnehin von keinem einzigen ihrer Bücher trennen.
Yen erhob sich und ging Richtung Fenster. Sie freute sich also für sie.... Das wiederrum freute Phoebe. Die Brünette wusste ganz genau wie wichtig dieses halbe Jahr in Hogwarts für sie gewesen war. Es war genau die richtige Entscheidung gewesen hier her zurückzukehren, als Lehrerin. Allein heute war ihr das sehr oft bewusst geworden. Und wer war Schuld daran? Genau. Ethan. Einen solchen Moment wie ihr gemeinsamer Tanz heute Morgen... Es war einzigartig gewesen. Diese Verbundheit, diese Vertrautheit... Die hatte sie schon so lange nicht mehr gespürt. Wann hatte sie eigentlich einem Mann das letzte mal so sehr vertraut wie Ethan damals? Je mehr sie über diese Frage nachdachte, und sie dachte verdammt oft darüber nach, umso bewusster wurde ihr dass... Ja. Jonah. Jonah Beecroft. Nach seinem Tod hatte sie eigentlich geglaubt dass sie nie wieder einem Mann so sehr vertrauen könnte wie sie es bei ihm konnte. Doch Ethan bewies gerade dass... nun ja. Sie konnte es. Doch was hieß das jetzt für Ethan und sie? Waren sie nicht schon zu weit gegangen? Nein... Waren sie ja eigentlich nicht. Gute Freunde, das waren sie. Wie... Wie Yen und sie! Freunde! Und dennoch war da einfach noch etwas anderes, was Phoebe nicht einordnen konnte, egal wie viel sie über Ethan nachdachte. Ein beängstigendes Gefühl. Warum dachte sie eigentlich so oft über Jonah nach, wenn sie gleichzeitig über Ethan nachdachte, bzw. darüber wie sie eigentlich zu Ethan stand? Himmel... Jetzt ging das schon wieder los, das ewige Grübeln. Manchmal war Phoebe aber auch ein viel zu nachdenklicher Mensch, oder? So kam es ihr oft zumindest vor. So sehr es Phoebe sich auch vornahm, manchmal fiel es ihr dann doch schwer sich einfach fallen zu lassen und das Leben zu genießen. Bei Ethan fiel das... leichter. Sehr viel leichter. Und wieder waren ihre Gedanken bei dem Hauslehrer der Hufflepuffs. Wie konnte jemand so präsent bei einem sein? Wie präsent er in ihrem Kopf war, war Phoebe bewusst geworden als sie eine benotete Arbeit unterschreiben wollte.... Mit Phoebe Phoenix. Sie hatte diesen Fehler versucht irgendwie zu retuschieren, aber zum Unterschreiben der Arbeiten benutzte man ja nicht umsonst unlöschbare Tinte. Verhinderte Betrug und so... Zeigte aber auch wenn die Lehrerin zu dämlich war um ihren eigenen Namen zu schreiben.
"Ach du... Glaub mir. Der Berufswechsel war das beste was mir hätte passieren können. Ich... Ich muss dir nachher auch noch jemanden vorstellen...", meinte sie verlegen zu Yen und lächelte unsicher. Das klang gerade als wöllte sie ihr ihren neuen Freund vorstellen oder so... Also so Freundfreund... Fester Freund. Das war aber nicht so, ja! Nur nicht auf falsche Gedanken kommen! "Also einen guten Freund von mir. Nicht.... Fester Freund. Sondern nur Freund. Das... äh...", sie brach ab. Yen hatte sicher verstanden um was es ging und bevor sie noch mehr Blödsinn verzapfte...
Doch Yen redete weiter. Und wie sie weiterredete behagte Phoebe überhaupt nicht, denn sie klang... Unglücklich. Und für Phoebe gab es fast nichts, was sie mehr hasste als Personen, die ihr wichtig waren, da gehörte Yennefer auch definitiv dazu, unglücklich waren. Sie hatte dann diesen Drang alles daran zu setzen damit sie wieder glücklich waren. Nur... Konnte sie etwas ausrichten? Konnte sie Yen überhaupt helfen? Sie kannte Yen. Wenn sie anfing wirklich starke Emotionen zu zeigen musste... viel passiert sein. Denn normalerweise verbarg sich Yen in der Komfortzone ihrer Mauer und durchbrach diese nie. "Yen...", murmelte sie leise, auch etwas verunsichert, wusste sie doch nicht was sie eigentlich tun sollte. "Was heißt hier wenigstens eine?", fragte sie, sollte aber die Antwort dafür schon bekommen. Und Phoebe hörte einfach nur zu. Denn... Das konnte sie gut. Zuhören und für jemanden da sein.
Sie hatte also einiges erlebt.... Gut... Das war nicht unlogisch, gerade da sie wusste dass wenn Yen von "Reisen" sprach, keine Südseeurlaube meinte sondern Reise an Orten, die Phoebe vielleicht nur in ihrer ehemaligen Tätigkeit als Aurorin schon einmal betreten hatte. Orte, an denen Phoebe niemals freiwillig für längere Zeit verweilen wollen würde. Doch auch das war wieder ein Aspekt in dem sich Yen und Phoebe grundlegend voneinander unterschieden.
Sie weinte. Yennefer weinte. Und Phoebe zerbrach es fast das Herz. Doch... noch blieb sie sitzen und... hörte zu. Sie konnte also nicht mehr so leben wie sie einst gelebt hatte? War Yen also aus dem selben Grund nach Hogwarts gekommen wie sie selber vor einem halben Jahr? War es das? Ach Yen.... Ein Mann? Yennefer Ashton? Mit einem Mann? Dieser Gedanke wirkte so... surreal. Yen hatte damals nie intresse für Männer gezeigt, auch als sie mit Jonah zusammengekommen war. Phoebe hatte das akzeptiert. Es war wohl... nichts für Yen. So hatte Phoebe damals zumindest gedacht. Und jetzt sollte sie einen Mann gefunden haben? Seltsamer Gedanke. Doch so wie sie klang schien diese Geschichte noch ein böses Ende zu nehmen, deswegen hörte sie weiter zu. Und hier Herz zerbrach immer mehr, je weiter Yen ihre Geschichte ausführte. Humorvoll... Lieb... Eigentlich klang das doch genau nach dem was Yennefer gebraucht hatte, oder? Eine Person an ihrer Seite, der sie vertrauen konnte, der sie ihr Herz ausschütten konnte, sollte sie das müssen. Aber noch unterbrach sie nicht, da sie wusste dass das längst nicht alles war.
Ein Kind adoptieren... Phoebe wusste um Yennefers Krankheit. Sie erinnerte sich noch daran als sie Yen sagen wollte dass sie mit Rachel schwanger war. Es war ihr so schwer gefallen. Schwerer als damals bei Jonah, einfach weil sie wusste dass Jonah sich riesig darüber freuen würde, war doch der Kinderwunsch bei ihnen immer präsent gewesen. Aber Yen... Wie sagte man der besten Freundin, die niemals ein Kind bekommen könnte, dass man ein Kind bekam? Es war ihr jedenfalls wirklich schwer gefallen und hatte ihr auch fast das Herz gebrochen. Aber dass Yen tatsächlich mal so viel Vetrauen zu einem Menschen gefasst hatte, dass sie heiraten wollte... Ein Kind adoptieren... Was war danach geschehen? Was hatte Yens kurzzeitiges Glück zerstört?
Yen drehte sich um und Phoebe zuckte zusammen, so sehr erschrak sie der Anblick ihrer Freundin. Verweint... Zerbrochen.... Ihre Mauer, die sie so lange aufrecht erhalten hatte... Zerbrochen. Hatte sie Yen jemals schon so am Boden zerstört erlebt? Phoebe wusste es wirklich nicht. "Yen...", brachte sie nur fassungslos hervor. Was sollte sie sagen? Was sollte sie tun? Ok... Ruhig bleiben. Weiter zuhören. Nicht unterbrechen. Doch je mehr Yen erzählte, desto fassungsloser wurde Phoebe. Natürlich gab es da draußen Persönlichkeiten, die Phoebe einfach nicht verstand. Erfüllt von Bosheit oder auch grenzenlosem Egoismus. Die Brünette kannte diese Leute sehr gut, schließlich bestand ihre ganze Familie aus solchen Leuten. Aber dass man eine Frau so ausnutzen konnte ohne dass das eigene Gewissen einen zerbrach? Sie verstand es nicht. Gegenüber solchen Leuten empfand Phoebe einzig Wut... Wut und auch abgrundtiefen Hass, den sie ständig zu verbergen versuchte, plädierte Phoebe doch eigentlich darauf nicht zu hassen. Aber es gab Dinge, die liesen sich nicht verzeihen. Wäre Elizabeth damals nicht gestorben... Sie wüsste nicht ob sie sie nicht gesucht hätte um Rache zu üben. Rache für das Leben ihrer Tochter. Und doch.... Elizabeth war an ihren Verletzungen gestorben. Und diese Verletzungen hatte Phoebe verursacht. Phoebe hatte Elizabeth umgebracht... und sie fühlte sich schrecklich deswegen. Nicht wegen Elizabeth selber, sondern weil Mord eines der grausamsten Dinge war, die ein Mensch in der Lage war zu tun. Phoebe ballte die Fäuste. Nicht jetzt. Yen brauchte sie... Grübeln konnte sie auch später.
Phoebe wollte noch etwas sagen, wollte Yen irgendwie trösten. Irgendwie musste sie doch dafür sorgen können dass es ihrer besten Freundin wieder besser ging, oder? Doch Yen redete weiter... Und Phoebe hatte Angst vor dem Kommenden. Konnte es denn wirklich noch schlimmer werden?
Konnte es. Eine Tochter... Yen hatte quasi jemanden adoptiert. Muttergefühle für jemanden gehabt. Und Phoebe wusste verdammt gut was das hieß. Noch während sie redete stand Phoebe auf und schloss Yen einfach in ihre Arme, unfähig auch nur ein Wort zu sprechen. Denn sie wusste nicht was sie sagen sollte. Und es war auch nichts was Phoebe mit lieben Worten oder so gut machen konnte. "Ach Yen...", murmelte sie also leise in der Umarmung. Nein, sie konnte die Situation nicht bessern. Aber für Yen da sein... Das konnte sie.
Und so standen sie eine Weile. Phoebe war für Yen da, bis die Tränen versiegten. Sie wusste nicht einmal wie lange das gedauert hatte. "Yen... Ich möchte nicht aufdringlich sein... Aber da ist wirklich jemand, den ich dir vorstellen möchte.", sprach Phoebe vorsichtig. Vielleicht würde Yen ja ein wenig Ablenkung gut tun? Sie wusste es nicht, denn Phoebe konnte nur für sich sprechen. Und ihr würde Ablenkung in solch einem Fall definitiv gut tun. So ging Phoebe voraus und zog Yen gewissermaßen einfach mit sich... Schließlich musste man Leute manchmal auch zu ihrem Glück zwingen.

----> Ethans Büro

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BeitragThema: Re: Das Büro von Professor Beecroft   Do Mai 11, 2017 7:50 pm



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Die Veilchenblauen Augen der Zauberin glänzten vor Trauer. Sie konnte es nicht mehr zurückhalten und gab ihren Schutz vollständig auf. Das sie so vor Phoebe stand, am Ende mit ihren Nerven, dem Zusammenbruch nahe, dazu brauchte es schon mehr als eine verlorene Person. Es war das Leben welches Yennefer so müde machte. Welches ihr die ganze Kraft raubte. Ich will doch nur das es aufhört. Ich will nicht das es so weitergeht. Ich will diese Erinnerungen nicht haben. Will diese Trauer nicht in mir spüren. Sie wollte weg. Am liebsten würde sie sich jetzt weg telepotieren. Irgendwo hin wo sie keiner finden würde. Noch nie stand sie so vor ihrer besten Freundin. Noch nie stand sie so vollkommen aufgelöst vor irgendjemanden. Selbst bei Ciri, auch wenn es ihr das Herz gebrochen hatte, stand sie nur da, ihre Gefühle in sich vergraben und hatte zugesehen wie ihre Ziehtochter sie verlassen hatte. Selbst da hatte sie die vollkommene Kontrolle über ihre Gefühle. Doch diese Kontrolle jetzt nicht zu haben, und zu wissen das sie nicht weg konnte, machte diese Situation für Yennefer unerträglich. Sie wollte sich winden, sich aus dem Raum zaubern, alles um sich herum schwärzen und sich selbst in eine Kugel einsperren in der sie nichts hören konnte und keine Gefühle an sie rankommen würden.
Die Zauberin schluckte mühevoll herunter. Sie hatte Emotionen und Empfindungen vor langer Zeit aufgegeben und beschlossen sich nicht auf Intuition oder Bauchgefühl zu verlassen, hatte aufgehört auf ihr Herz zu hören und nur noch Dinge beschlossen nach erwiesenen Fakten und Darstellungen. Das Szenario jetzt konnte sie nicht einordnen, es basierte alles auf Emotionen und ihrem eigen Erlebten. Und sie hatte nicht die Fähigkeit sich zu kontrollieren, nicht die Kraft die Gefühle die sie dachte aufgegeben zu haben zu verschließen. Sie dachte sie wäre fertig damit und könnte tun was sie will ohne auf ihre Gefühle zu achten. Sie war kalt geworden und hatte kaum mehr Emotionen gezeigt in den letzten Jahren. Doch Phoebe stammte aus ihrer Vergangenheit, mit der sie eigentlich abgeschlossen hatte doch mit Phoebe. Nein mit Phoebe konnte Yen nicht abschließen. Phoebe war eine Person die immer Zutritt zu Yennefers Herz haben würde und gerade deswegen kamen mit Phoebe all die Emotionen wieder hoch und zerstörten die mühsam aufgebaute Maske die Yen tagtäglich trug und gleichzeitig irgendwie ihr zweites Ich darstellte. Es stellte eine Zauberin da unbeirrt ihrer Gefühle, standhaft allem was sich ihr entgegenstellte und mutig genug Leute herauszufordern und dabei ständig das Glück mit sich trug. Sie hatte viel gelesen, hatte sich so einiges an Wissen angereichert und ihr Ziel war es einmal eine der stärksten Magierinnen zu werden. Doch wie sollte sie dieses Ziel erreichen wenn sie nicht mal ihre Gefühle unter Kontrolle hatte ?

Sie spürte wie Arme um sie geschlungen wurde und merkte die plötzlich aufsteigende Wärme die sich um sich herum breit machte. Ach Phoebe... Sie ließ sich auf diese Umarmung ein. Nie hatte sie jemanden so innig umarmt wie ihre Freundin es gerade tat. Irgendwie tat es gut. Die Wärme und diese Geborgenheit die mit der Umarmung auftrat beruhigte Yennefer. Die einzigen beiden Personen die sie in letzter Zeit umarmt hatten waren einmal Marc, wobei das eher selten der Fall war, und Ciri. Bei Ciri hatte es sich immer anders angefühlt. Doch jetzt diese Umarmung von Phoebe löste in Yen etwas anderes aus. Sie fühlte sich irgendwie ... sicher? Ist das hier mein Platz ? Den Ort den ich die ganze Zeit gesucht hab? Ist hier mein... Zuhause? Bei Phoebe? Kann ich hier glücklich sein? So viele Gedanken schirrten im Kopf der Zauberin rum und sie fing langsam an sich zu fangen. Die Umarmung half dabei so unglaublich viel. Die Zauberin wusste wenn sie hier bleiben würde wäre sie vielleicht glücklich. Hier wäre für sie vielleicht eine Möglichkeit bestehen ihr Ziel zu erreichen. Doch andererseits fühlte sich die Zauberin unwohl. Sie kam einfach hierher, mit der Selbstverständlichkeit das sich zwischen Phoebe und Ihr nicht großartig etwas geändert hätte. Und das Phoebe weiterhin für sie da war. Yennefer fühlte sich wieder zunehmend schlechter. Phoebe hat noch ein eigenes Leben. Ich kann mich nicht einfach darein drängen. Wenn sie jetzt jemand gefunden hat den sie mag, dann... dann sollte ich diese Person vielleicht kennenlernen. Schließlich muss ich wissen ob es die Person ernst mein. Yennefer hatte die Kontrolle über ihre Gefühle wieder erlangt und drängte sich halb aus der Umarmung. Nicht das es ihr nicht gut getan hätte oder sie nicht dankbar dafür gewesen wäre, aber es war einfach nicht Yens Art sich so schwach zu zeigen. Sie setzte ein Lächeln auf und versuchte über die Situation zu Lachen. Doch die paar kleine Tränen verrieten das sie schwer mit sich zu kämpfen hatte. Wenn Yennefer so sich und Phoebe verglich, dann war Phoebe auf jeden fall die stärkerer der beiden. Sie hatte es geschafft wieder glücklich zu werden. Sie hatte nicht versucht die Vergangenheit zu untergraben und sich allen Gefühlen zu entziehen sondern hatte gelernt damit umzugehen und ihr Schicksal zu akzeptieren. Aber ebenso hatte sie gelernt das sie selber für ihr Glück verantwortlich war und genau das strebte sie anscheinend ja an. Yennefer hingegen hatte sich was Emotionen angeht, selbst aufgegeben. Sie hatte stets versucht ihrer Vergangenheit zu vergessen, hatte versucht ein neues Leben anzufangen. Aber ein neues Leben anzufangen war nicht möglich. Denn die Vergangenheit gehörte zum leben ob es Yen passte oder nicht. Aber sie kam nicht ganz damit klar. ob sie das jemals könnte wusste sie nicht.
Mit noch leicht zittriger Stimme sah die Schwarzhaarige ihre Freundin an. Verzeih mir Phoebe das ich dich so derart überfallen hab. Und danke. Es war ein verdammt ehrlich gemeintes Danke. Yennefer bedankte sich nie doch bei Phoebe tat sie das. Und sie entschuldigte sich bei ihr. Zwei der Dinge die Yen am seltensten sagte in einem Satz. Für heute war der Tag auf jeden fall gelaufen. So viel Aufregung, soviel Stress, soviel Emotionen und das alles an einem Tag. Das war eine Sache die Yen nicht gewöhnt war und ihr sehr zu schaffen machte. Sie hörte Phoebe wieder aufmerksam zu als diese ihr sagte sie müsse ihr jemanden vorstellen. Das ist dann wohl diese Person. Ich werde ihn mir sehr genau ansehen Phoebe. Ich will nicht das dir das gleiche passiert wie mir. Das wird ich mit allen Mitteln verhindern. Glaub mir. still dachte sie dieses Versprechen gegenüber Phoebe und ehe sie noch etwas sagen konnte wurde sie schon von diese mitgezogen. Sie wusste nicht wohin und sie folgte sie ihrer Freundin einfach. In der Zeit legte sie ihre Maske erneut an und alles von eben was passiert war, war wie nie passiert. Ihre Gesichtszüge hatten sich wieder versteift und ihre Augen hatten einen undurchdringlichen kalten Ausdruck. Yennefer war wieder so wie sie sich selbst geschaffen hatte.

-->Büro von Ethan Phoenix
You caused my heart to bleed and you still owe me a reason

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